ZUR GESCHICHTE DER MITTELSCHULEN IM KANTON SCHWYZ

Die Mittelschullandschaft im Kanton Schwyz ist ohne private Mittelschulen nicht denkbar. Bis 1972 gab es im Kanton Schwyz nur private Mittelschulen. Die beiden Kantonsschulen wurden erst 1972 in Schwyz und 1975 in Pfäffikon gegründet.

Die älteste private Mittelschule ist die die Stiftsschule Einsiedeln. Das Kloster Einsiedeln unterhielt seit seinen Anfängen im 9. Jahrhundert eine Klosterschule für den geistlichen Nachwuchs. Die Stiftsschule mit dem Gymnasium wurde 1839 gegründet.

Auch die heutige Kantonsschule Kollegium Schwyz KKS war bis 1972 eine private Mittelschule. Das Kollegium Maria Hilfwurde am heutigen Standort 1841 von den Jesuiten gegründet, im Sonderbundskrieg von 1847 grösstenteils zerstört, vom Kapuzinerpater Theodosius Florentini in Stand gestellt und im Jahr 1856 wiedereröffnet. 1972 wurde das Kollegium vom Kanton übernommen und damit zur ersten kantonalen Mittelschule.

Wie das Kollegium Maria Hilf wurde auch das Theresianum Ingenbohl von Theodosius Florentini gegründet. Es geht auf ein Lehrerinnen-Seminar und eine Höhere Töchterschule in Chur zurück. 1860 erfolgte der Umzug nach Ingenbohl, wo Schule und Internat von den Ingenbohler Schwestern geführt wurden. Seit 1925 gehört ein Gymnasium, das ausschliesslich jungen Frauen offensteht, zum Bildungsangebot des Theresianum. 1996 wurde eine eigenständige Stiftung Trägerin des Theresianum.

Das Gymnasium Immensee wurde 1895 gegründet und während hundert Jahren von der Schweizerischen Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee getragen. Seit 1995 ist eine Stiftung Trägerin des Gymnasium Immensee.

Die jüngste private Mittelschule im Kanton Schwyz war das Christkönig-Kollegium in Nuolen. Es wurde 1934 gegründet. 1975 wurde die Kantonsschule Pfäffikon eröffnet. Das Christkönig-Kollegium wurde mit der Kantonsschule vereinigt und bildet seither die Kantonsschule Ausserschwyz KSA mit den beiden Standorten Pfäffikon und Nuolen.